Eine Plattform für Filmkritik. Wir sind im Kino gewesen – und schreiben über das, was uns begeistert, bewegt oder gestört hat. Gegründet wurde der Blog 2014 auf dem LICHTER Filmfest im Rahmen eines hFMA-Workshops unter der Leitung von Bert Rebhandl. Betrieben wird er von Studierenden aus der Rhein-Main Region.
Neuste Kritiken
Alles ist Kunst. Nichts ist Kunst: VIER KURZE TEXTE ZU "Museum" von Äggie Pak-Yee Lee (Anarcho Shorts)

Alles ist Kunst. Nichts ist Kunst: VIER KURZE TEXTE ZU “Museum” von Äggie Pak-Yee Lee (Anarcho Shorts)

Der Schrei Das Museum als Ort des Schreckens: Gesichtslose Schüler trotten im Gleichschritt ihrer desinteressierten Lehrerin hinterher. Sie ziehen an schauerlichen Skizzen, Gemälden und Formen vorbei – bis sie schließlich eins mit der sie umgebenden Kunst werden. Transformationsprozesse lassen verschiedene Bildwelten aufblitzen, die allerhand Assoziationen wachrufen. Münder. Ärsche. Spermien. Soldaten. Der Schrei. Gewalt. Blut. Zerstörte... Weiterlesen
Bleistiftgangster auf weißer Leinwand: Zwei kurze Texte zu "LIFE24" von Kristjan Holm (Anarcho Shorts)

Bleistiftgangster auf weißer Leinwand: Zwei kurze Texte zu “LIFE24″ von Kristjan Holm (Anarcho Shorts)

Gefangen in der Fernsehschlaufe Was zeichnet man auf eine weiße Leinwand, wenn man alles zeichnen kann? Wo beginnt alles und wo hört es wieder auf? Der experimentelle Kurzfilm LIFE24 wählt als Antwort auf diese Frage einen Kreislauf. Im Filmbild beginnt und endet alles im Nichts, wird alles geboren und wieder verschluckt vom Schwarz-Weiß. Was dazwischen... Weiterlesen
„Mit schlechten Filmen kann man nicht die Welt verbessern“: Ein Interview mit Festivalleiterin Heleen Gerritsen

„Mit schlechten Filmen kann man nicht die Welt verbessern“: Ein Interview mit Festivalleiterin Heleen Gerritsen

Heleen Gerritsen leitet 2019 bereits zum zweiten Mal das goEast-Festival in Wiesbaden. Die gebürtige Niederländerin hat Slawistik und VWL studiert und schon früh ihr Interesse an osteuropäischer und russischer Kultur entdeckt, wie sie uns im Gespräch erzählt. Nach zahlreichen Auslandsaufenthalten und Festivaljobs während der Studienzeit kam Gerritsen über ein Praktikum bei einem Filmstudio in Sankt... Weiterlesen
Mutter, Schwester, Fußballerin, Kind: vier Texte zu "Home Games" von Alisa Kovalenko

Mutter, Schwester, Fußballerin, Kind: vier Texte zu “Home Games” von Alisa Kovalenko

Träume zwischen Plattenbauten Kiew heute. Trostlose, alles verschlingende Häuserschluchten, verdreckte Straßen, Geldsorgen, Kinder die vor Freude kreischen, und die Magie von Seifenblasen. Auf einem vorbeifahrenden Truck prangt in fröhlich-bunten Lettern Werbung für ein ausländisches Bier. Doch es ist bereits im selben Moment fraglich, ob einer der Personen, die hier zu sehen sind, je das Vergnügen... Weiterlesen
Kormoran-Kacke, Hitchcock & Atomkriegsbilder: DREI KURZE TEXTE ZU "ACID FOREST" von Rugilė Barzdžiukaitė

Kormoran-Kacke, Hitchcock & Atomkriegsbilder: DREI KURZE TEXTE ZU “ACID FOREST” von Rugilė Barzdžiukaitė

Die Großen Schwarzen Vögel kommen Friedlich sitzt ein Vogel in seinem Nest. Nichts scheint ihn aus der Ruhe zu bringen. Baumstämme liegen schwermütig ruhend auf dem weichen Waldboden. Menschen starren durch ihre Kameras auf den langsamen, aber sicher kommenden Tod. Ein Tod, der riecht, der stinkt, der in der Nase beißt und dem Baum den... Weiterlesen
Eine Frau und ein Kreuz: 15 Gedanken zu "GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA" von Teona Strugar Mitevska

Eine Frau und ein Kreuz: 15 Gedanken zu “GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA” von Teona Strugar Mitevska

Mit GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA der mazedonischen Regisseurin Teona Strugar Mitevska eröffnete gestern das 19. goEast Filmfestival des mittel- und osteuropäischen Films. Der Workshop der Kritik ist zusammen ins Kino gegangen und hat danach in der Gruppe diskutiert, analysiert und gestritten. Herausgekommen sind 15 Gedanken und Beobachtungen: [1] Was wenn Gott eine Frau wäre?... Weiterlesen
Böse Zelle: "Wintermärchen" von Jan Bonny

Böse Zelle: “Wintermärchen” von Jan Bonny

„Wintermärchen“ ist ein Film der polarisiert. Und das ist durchaus gewollt, schließlich setzte sich Regisseur Jan Bonny das Ziel, seine Zuschauer zu einer Haltung gegenüber all dem, was da gezeigt wird, zu zwingen. Fraglich bleibt jedoch, welche Komponente der vom Film angeregte Diskurs behandelt – die künstlerische, also die des Filmes als Kunstwerk, oder die... Weiterlesen
Darstellung der muslimischen Bevölkerung im aktuellen deutschen Film:  Ein Essay

Darstellung der muslimischen Bevölkerung im aktuellen deutschen Film: Ein Essay

Die auf dem 12. Lichter Filmfest International vorgeführten deutschen Filme „Oray“ und „Atlas“ befassen sich inhaltlich zwar mit grundverschiedenen Themen, doch einen Aspekt haben sie gemein: die Inszenierung der muslimischen Bevölkerung in Deutschland. Mehmet Akif Büyükatalays Debütfilm „Oray“ behandelt den inneren Konflikt seines türkischen Protagonisten, nämlich jenen zwischen seinem Glauben und der Liebe zu seiner... Weiterlesen
Religion versus Liebe: „Oray“

Religion versus Liebe: „Oray“

Allah hat immer Recht, doch verschiedene Auslegungen verdrehen Oray den Kopf. Denn wessen ist die richtige: Die des Imam aus der Heimat? Die von dem aus der Großstadt? Oder soll Oray sich dem Koran widersetzen und auf sein Herz hören? Der temperamentvolle Oray (Zejhun Demirov) wurde gerade aus der Haft entlassen. Er hat zum Koran... Weiterlesen
Aus dem Off: "Barstow, California"

Aus dem Off: “Barstow, California”

My skin feels warm and alive this St.Quentins september as if a lizzard sunning on a big rock instead I am wearing prison blues: shirt, pants and coat. So heißt es auf dem Off. Diese Stimme, sagt Rainer Komers später beim Filmgespräch im Filmmuseum, hatte er zum ersten Mal im Kurzfilm Three Poems by Spoon... Weiterlesen
Wenn der Film den Rahmen sprengt - Ein Festivalbericht

Wenn der Film den Rahmen sprengt – Ein Festivalbericht

Hektisch kritzle ich im Festivalprogramm umher. Zu viel Gutes! Wie ein Wanderer suche ich nach dem besten Weg, um möglichst viele Sichtweisen auf unsere Welt wahrnehmen zu können. Zum zwölften Mal erstreckt sich das Lichter Filmfest über die Frankfurter Kinos. Während das diesjährige Thema Natur im Fokus steht, ist das Programm auch sonst breit gefächert.... Weiterlesen
Die schönste Ruine der Stadt: „Das 25. Jahr – Von der Poetisierung der Welt“

Die schönste Ruine der Stadt: „Das 25. Jahr – Von der Poetisierung der Welt“

„Wie immer, hier ist volles Haus“, scherzt Gregor Maria Schubert, Direktor des Lichter Filmfestes, vor Beginn der Vorstellung. Im dritten Jahr findet das Festival nun hier beim Willy Praml Theater und damit in der Naxoshalle statt. 2019 kam man auf die Idee, in diesem Rahmen auch die Premiere des Theaterfilms von Regisseur Otmar Hitzelberger zu... Weiterlesen